Das Göltzschtal
Moosmann | Blick auf Auerbach | Carlsturm Reiboldsgrün | Falkenstein, Rathaus |
Rodewisch, Schlossinsel mit Schloss | Göltzschtalbrücke bei Netztschkau | Perlaser Turm bei Treuen | |
Falkenstein, Heimatmuseum | Auerbach, die Drei-Türme Stadt | Hochmoor bei Grünheide | Grünbach |
Der Ort Auerbach und dessen Umgebung sind typisch für das Ostvogtland. Seine beiden Landschaftsteile, das Hügelland mit seinen Höhen um 500 m und das beginnende Mittelgebirge nach Osten zu, mit seinen fast 800m hohen Bergen, bieten den Besuchern reizvolle Abwechslung. Es lockt zunächst die Häuserachse des Göltzschtales.
Die Museen in Rodewisch, in Auerbach und Falkenstein sowie die Heimatstuben in Trieb erzählen vom Werden der Städte und letzteres von der Teichlandschaft und der Entwicklung des Dorfes. Überall finden wir die Spuren der unermüdlichen Arbeitshände, die mit Volkskunst gepaart, in Wohnstätten und Fabrikgebäuden nachvollziehbar sind. Der Auerbacher Schloßturm, der Falkensteiner Lochstein und der Schloßfelsen stellen sich - jeder auf seine Art - in besonderer Schönheit dar. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Museumsinsel in Rodewisch mit dem Museum, welches die in diesem Gebiet gemachten Ausgrabungen vom 13.bis 18.Jahrhundert zur Schau stellt. Überhaupt bietet dieses malerische Kleinod mit seinem Schlößchen und dem dazugehörigen Gondelteich, Sportpark und Freizeitpark dem Erholungsuchenden alles, was er sich wünschen kann. Parallel der Städteachse zieht sich westlich davon das Trebatal mit einer Reihe dörflicher Siedlungen dahin. Beide Täler trennt ein aussichtsreicher Höhenrücken mit seinen Felsmassiven aus hartem Grauwackenquarzit, der Wendelstein bei Grünbach über dem Schloß und der Schulfelsen in Falkenstein. Bendelstein - Katzenstein und Schloßberg in Auerbach bilden diese Grauwackenquarzitgruppe, deren Felsmassive wie Riffe aus dem übrigen Gelände herausragen. Spuren einer alten Höhenstraße - der Königsstraße - führen zum Teil an diesen Felsklippen sowie an der Eisenbahnlinie Herlasgrün Falkenstein vorbei. Von diesem Höhenrücken aus geht der Blick über das Dorf Reumtengrün zum Frohnberg, über die Wälder bis nach Treuen und den dahinterliegenden Netschkauer Kuhberg. Kehren wir wieder in das Tal der Göltzsch zurück.Wiesen und Felder hören nach Osten und Südosten immer mehr auf, dafür entschädigt der Blick auf den immergrünen Ostrand mit seinen Nadelholzwäldern, dessen Höhen bis knapp 800 m reichen. Der Laubberg, Eulenberg und im Hintergrund der Kuhberg der schon auf dem Gebiet des Erzgebirges liegt, bilden den Abschlußdieses Höhenzuges. Davor liegen die Luftkurorte Schnarrtanne, Vogelsgrün und im Tal des Schallerbaches Brunn, das nach Auerbach im Jahre 1950 eingemeindet wurde. Im Nordosten grüßt der 661 m hohe Steinberg herüber, in dessen unmittelbarer Nähe die Dörfer Wildenau, Röthenbach und weiter nördlich das Dorf Plohn liegen. Weiter in südlicher Richtung liegen die Kurorte Reiboldsgrün, Albertsberg und Carolagrün. Auf der goldenen Höhe steht ein Aussichtsturm - der Carlsturm -, in dessen unmittelbarer Nähe die Einkehrstätte "Zöbischhaus" mit zwei großen Bettenhäusern liegt. In diesem Landstrich befinden sich auch bei Grünheide zwei Hochmoore und in der Nähe der "Rote Fluß", von der einheimischen Bevölkerung "Vogtlandsee" genannt. In diesem Gelände finden wir auch eine Anzahl von Bergwerkstollen, die von einem ehemaligen Bergwerksgebiet herrühren. Diese lebten in den 50er Jahren nochmals auf, als die SDAG Wismut nach Uranerzen schürfte. Weiter nach Süden liegt der Ort Beerheide und noch weiter im fast zusammenhängenden Waldgebiet Grünbach. Überall in diesen alten Dörfern findet man die Umgebindehäuser und die verstreut liegenden Bauernhäuser mit ihren Wohnhaus / Stall-Gebäuden. Natürlich hat auch hier die Industriebesiedlung in der Landwirtschaft durch die Textilindustrie eingesetzt. Beides ergibt eine Mischung von einheimischem " Alt " und " Neuen ". Altes, vogtländisches Brauchtum hat sich in den meisten der Walddörfer erhalten. Hier geistert auch noch der Glaube an den Waldgeist des Vogtlandwaldes, den Moosmann. Alle Schnitzergruppen in Beerheide, Grünbach, Falkenstein und neuerdings auch in Rodewisch haben diesen Moosmann als Weihnachtsfigur gestaltet. Die Südweststrecke des Gebietes um Werda hat ihre Besonderheit. Die Talsperre, die den Geigenbach staut, liefert seit 1909 für die Vogtlandmetropole das Trinkwasser. Der höchste Paß nach Oelsnitz führt zwischen Werda und Pillmannsgrün am botanisch interessanten Eimberg vorbei, an dessen Talhang der Ort Kottengrün liegt.
In dieser Gegend finden wir an den Talhängen eine Pflanzenwelt mit vielen Neuansiedlern aus der Ferne, wie Waldgemander und Wunderklee, am Ufer des Geigenbaches (Trieb), wo Weißer Hahnenfuß, Akelei, Wiesenraute und andere das Pflanzenbild beherrschen. Die Trieb abwärts gelangen wir in den Granitkessel von Bergen, Ober- und Unterlauterbach, als ein gesondertes Landschaftsgebiet. Nicht steil ansteigende Berge, sondern rundkupplige Hügel, aus denen sich der 450m hohe Butterberg besonders hervorhebt, bestimmen das Bild.
Einige nicht alltägliche Vertreter der Pflanzen- und Tierwelt haben im Teichgebiet bei Unterlauterbach ihre Zuflucht gefunden. Besonders die in den Wäldern liegenden großen Steinblöcke fallen hier auf. Diese bestehen aus dem äußerst harten Kontaktschiefergestein und sind Reste der erdgeschichtlichen Abtragungen. Von der Höhe aus hat man einen herrlichen Blick in den gesamten Talkessel von Bergen, Trieb und Schönau, der von der Trieb durchflossen wird. Nicht weit davon liegt der Ort Schreiersgrün mit seinen Hartsteinbrüchen, altbekannt durch den Kuxenberg und das Seidelsloch und neu durch die Steinbrüche nach dem Kreuzsteinberg in Richtung Eich.
Weithin zu sehen ist der Frohnberg, dessen Höhenzug bis zum Ort Reumtengrün hinreicht. Dieser liegt zwischen den beiden Tälern, in denen die Treba und die Trieb fließen, die sich dann in einer breiten Talaue unterhalb des Ortes Altmannsgrün vereinen. Rings um die Pöhlberge schauen gar an mehr als 20 Stellen ganz fremde Gesteinsgesellen aus dem tiefsilorischen Tonschiefer heraus. In langen Gängen ist einst die Diabaslava hierher gedrungen und später durch Druck in Hornblendschiefer umgewandelt worden. Die anschaulichste Stelle hierfür, kurz nordöstlich von Hartmannsgrün, steht unter Naturschutz. Den nordöstlichsten Teil des Gebietes um Auerbach biIdet ein aus dem Kontaktgestein bestehender Höhenrücken. Dieser beginnt am Ortsausgang von Rodewisch und zieht sich die Göltzsch hinauf, vorbei am ehemaligen Messingwerk und am ehemaligen Schützenhaus entlang der Straße, die über die Zeidelweide nach Abhorn führt.
Hier sind im ansteigenden Wald die eingefahrenen Hohlwege der Pferdegespanne zu sehen, die - bereits urkundlich erwähnt - diese Wege um 1542 als " Zwickauerstraße " benutzten. Es ist ein Kulturdenkmal einstiger Straßenzustände. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Städteachse des Göltzschtales, in die weiträumige, ausgeglichene Tallandschaft des Phyllits. Auf der Höhe des Gasthauses " Ohspann " (Abspann-Pferdewechsel) wird das Plohntal mit seinen dahinterliegenden Höhen des Mausberges und des Steinberges mit seinen alten Fichten und Höhenkiefern sichtbar.
Die Dörfer Plohn, Wildenau und Röthenbach haben zum Teil noch schöne alte Bauernhöfe und -häuser. Andererseits beginnt hier schon die im Erzgebirge heimische Bürstenindustrie. Der Ort Röthenbach besitzt eine sehr schöne Dorfkirche, in der sich ein von Peter Breuer geschaffener Altar befindet. Über eine Höhenstraße, die am Fuße des Steinberges entlangführt, gelangt man durch das Dorf Rothenkirchen zur verkehrsreichen Straße nach Schneeberg / Aue. Unten im Tal, das vom Wernesbach durchflossen wird, liegt zwischen Stein- und Kuhberg das Bierdorf Wernesgrün mit seiner berühmten Brauerei. Dieses Dorf war privilegiert, seit dem Jahre 1436 Bier zu brauen. Der Ort Auerbach und dessen Umgebung liegt in viel "Grün" eingebettet. Vorherrschend ist sein Waldgebiet, das zusammenhängend fast 40 % seiner Gesamtfläche einnimmt.
Ein Besuch des Vogtlandes und des Göltzschtals ist also immer eine Reise wert.
Foto-Galerie, Das Vogtland
( Quelle: Fremdenverkehrsamt Auerbach )
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