Oberlauterbach / Schönau / Trieb

Oberlauterbach wurde erstmals im Jahr 1421 als „Luterbach“ im Gegensatz zum 1445 als „Luterbach by Drewen“ erwähnten Nachbarort Niederlauterbach genannt. Im Jahr 1460 existierten die Bezeichnungen „Nider Lauterboch“ und „Ober Lauterboch“. Kirchlich und politisch waren beide Orte zu dieser Zeit anderen Verwaltungseinheiten zugeordnet. Während Oberlauterbach um 1583 politisch zum Rittergut Falkenstein gehörte und kirchlich ebenfalls nach Falkenstein gepfarrt war, gehörte Unterlauterbach um 1583 zur Grundherrschaft des Ritterguts Treuen und kirchlich ebenfalls zu Treuen.
 

In Oberlauterbach ist seit 1421 ein Gut nachgewiesen, welches Conrad von Trützschler im Jahr 1445 erwarb. Das Gut in Oberlauterbach wurde im Jahr 1501 als Vorwerk des Rittergutes Falkenstein Unteren Teils genutzt und 1535 zu einem eigenständigen Rittergut erhoben. Im Besitz der Familie von Trützschler blieb das Rittergut Oberlauterbach noch mindestens bis 1831. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte es zunächst Herrn Opitz und danach Herrn Falk. Ab 1868 gehörte das Rittergut Oberlauterbach der Familie Hermann, wodurch der Name „Hermannsches Gut“ für das Gebäude entstand.

Oberlauterbach gehörte bis ins 16. Jahrhundert zur Herrschaft Falkenstein und danach bis 1856 zum kursächsischen bzw. späteren königlich-sächsischen Amt Plauen. 1856 wurde Oberlauterbach dem Gerichtsamt Falkenstein und 1875 der Amtshauptmannschaft Auerbach angegliedert.

Die Familie Hermann besaß das Rittergut Oberlauterbach bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945. Um 1953 erfolgte der Verkauf an die LPG.





Am 1. Januar 1950 wurde die  Gemeinde Unterlauterbach nach Oberlauterbach eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam die Gemeinde Oberlauterbach im Jahr 1952 zum Kreis Auerbach im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der 1990 als sächsischer Landkreis Auerbach fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging.




                                                                                                                      www.nuz-vogtland.de


Das Rittergut Oberlauterbach (Hermannsches Gut) wurde im Jahr 1995 an einen privaten Inhaber verkauft. Die teilweise verfallenen Gebäude des Ritterguts Unterlauterbach (Rittergut Adlershof) wurden hingegen im Jahr 1990 von der Gemeinde Oberlauterbach erworben. Die Sanierungsarbeiten der Gebäude begannen in den Jahren 1992/1993. Das Natur- und Umweltzentrum Vogtland e. V. (NUZ Vogtland) zog im Jahr 2000 in das sanierte Herrenhaus ein. 



Der Park des Ritterguts Adlershof wurde im Jahr 2008 saniert und kann somit für Veranstaltungen (Freilichtbühne) genutzt werden.In den weiteren Gebäuden des Komplexes siedelten sich private und öffentliche Investoren an. Es entstanden Wohnungen, Büros, eine Naturherberge, Werkstätten und Veranstaltungsbereiche. Weiterhin hat das Ländliche Entwicklungszentrum Vogtland seit 2006 seinen Sitz im Komplex des Ritterguts Adlershof im Ortsteil Unterlauterbach. Am 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde Oberlauterbach mit ihrem Ortsteil Unterlauterbach nach Falkenstein eingemeindet, wodurch Oberlauterbach (mit Unterlauterbach) Ortsteilstatus erhielt.



Schönau

Das Waldhufendorf Schönau wurde im Jahr 1418 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war im 15. Jahrhundert zeitweise eine Wüstung. Im Jahr 1529 existierten im Ort neun Güter. Das älteste Gebäude des Orts ist das zwischen 1488 und 1620 erwähnte Hammergut. 1591 wurde erstmals eine Mühle erwähnt, die durch das Wasser der Trieb angetrieben wurde. Die in Schönau reichlich vorhandenen Vorkommen an Granit und sein Verwitterungsprodukt Sand wurden über viele Jahre erwerbsmäßig genutzt. Zwei Steinkreuze aus dem 16. Jahrhundert sind in einem Garten in der Treuener Straße erhalten geblieben. Im Jahr 1758 wurde links der Trieb eine kleine Schenke erwähnt, die vermutlich die Vorgängerin des heutigen Schönauer Gasthofs ist.


Um 1738 wurde Schönau in „Ober-“ und „Unter-“Schönau eingeteilt, welche durch eine Brücke über die Trieb verbunden waren. Schönau gehört kirchlich von jeher zum Kirchspiel Bergen, zu dem neben Schönau und Bergen auch Trieb gehört. Bezüglich der Grundherrschaft war Schönau um 1583 Amtsdorf im Amt Plauen, um 1764 war die Grundherrschaft zwischen dem Amt Plauen (Amtsanteil) und dem Rittergut Thoßfell geteilt.

Schönau gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. späteren königlich-sächsischen Amt Plauen. 1856 wurde Schönau dem Gerichtsamt Falkenstein und 1875 der Amtshauptmannschaft Auerbach angegliedert. Der 1791 erstmals erwähnte Nachbarort Siebenhitz wurde im Jahr 1862 nach Schönau eingemeindet. Durch August Schwabe und Otto Wappler kam im Jahr 1894 die Stickereiindustrie nach Schönau. Um die Jahrhundertwende entstanden zwölf rote Rohbauhäuser und Anbauten für die Stickerei. 122 Stickmaschinen gab es 1912 im Ort. Im Jahr 1944 gab es in Schönau 46 Sticker inkl. Fädler und 22 Stickmaschinenbesitzer.


Am 1. Januar 1950 wurde die Gemeinde Schönau mit ihrem Ortsteil Siebenhitz nach Trieb/Vogtl. eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Schönau als Ortsteil der Gemeinde Trieb/Vogtl. im Jahr 1952 zum Kreis Auerbach im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der 1990 als sächsischer Landkreis Auerbach fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging. Am 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde Trieb/Vogtl. mit ihren Ortsteilen Schönau und Siebenhitz nach Falkenstein eingemeindet, wodurch Schönau Ortsteilstatus erhielt. 

Das 1976 gegründete „Milchgut Triebtal“ wurde im Jahr 1990 in eine private GbR überführt. Durch Umbaumaßnahmen des aus dem Jahr 1930 stammenden, ehemaligen Naturbades, soll das Gelände wieder nutzbar werden.


Trieb


Das Waldhufendorf Trieb wurde am 13. März 1414 erstmals urkundlich als „zcu der Triwe“ erwähnt.

 Die im Jahr 1464 erwähnte Mahl- und Schneidemühle ist heute das älteste Gebäude im Ort. An die Mühlengeschichte von Trieb erinnert ein nachgebildetes Mühlrad auf dem im Jahr 2001 rekonstruierten Dorfplatz. Haupterwerbszweig in Trieb war von jeher die Landwirtschaft, daneben waren aber auch die Berufsgruppen der Steinmetze, Pechsieder und ab dem 18. Jahrhundert auch der Weber und Sticker von Bedeutung.

Trieb gehört kirchlich von jeher zum Kirchspiel Bergen, zu dem neben Trieb und Bergen auch Schönau gehört. Bezüglich der Grundherrschaft gehörte um 1583 ein Teil zum Rittergut Falkenstein, der andere Anteil war Amtsdorf im Amt Plauen. Um 1764 war die Grundherrschaft über Trieb neben dem Amtsanteil unter die Rittergüter Bergen, Oberlauterbach, Ellefeld, Mühlberg und Dorfstadt geteilt. 

Trieb gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. späteren königlich-sächsischen Amt Plauen. 1856 wurde Trieb dem Gerichtsamt Falkenstein und 1875 der Amtshauptmannschaft Auerbach angegliedert.


Am 1. Januar 1950 wurde die Gemeinde  Schönau mit ihrem Ortsteil Siebenhitz nach Trieb/Vogtl. eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Trieb/Vogtl. im Jahr 1952 zum Kreis Auerbach im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der 1990 als sächsischer Landkreis Auerbach fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging. Am 1. Januar 1999 wurde die Gemeinde Trieb/Vogtl. mit ihren Ortsteilen Schönau und Siebenhitz nach Falkenstein eingemeindet.






Ein Besuch des Vogtlandes und des Göltzschtals ist also immer eine Reise wert.

NUZ- Oberlauterbach, Herrenhaus

Foto-Galerie: Oberlauterbach, Schönau, Trieb

( Quelle: Wikipedia, Stadt Falkenstein / Oberlauterbach / Schönau / Trieb ) 

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